La Palma-Newsticker: Krisen-Hilfe – Puerto-Naos-Meerblick – Sammel-Tassen – Kultur-Frühling El Paso

Anette kommt mit Anti-Krisen-Idee daher: Residenten helfen Palmeros in Not.

SOS La Palma. Sie kommt aus Dänemark, sie ist Rentnerin und lebt seit vier Jahren auf La Palma – und sie will etwas tun in Zeiten der Krise: Annette Ibarra. „Meine palmerischen Freunde reden alle nur noch von der schwierigen Situation und jeden Tag hört man, dass die Lebenssituation für viele Leute fatal ist“, erklärt die Dänin, wie sie auf die Idee kam, eine Hilfstruppe aus Residenten ins Leben zu rufen. „Wenn Du wie ich auf der Isla Bonita lebst, ein gutes Gehalt oder eine gute Rente genießt, dann ist jetzt der Moment gekommen, unseren palmerischen Freunden zu helfen.“

Dies soll in Form von Spenden geschehen, wobei Annette die Gelder nicht im Alleingang verwalten will, sondern mit Hilfe einer noch zu gründenden Vereinigung engagierter Residenten. „Danach würden wir jeden Monat eine Gemeinde auswählen, deren Sozialen Dienst wir zum Beispiel mit Essensgutscheinen unterstützen könnten.” Wobei sie betont, dass dieser Vorschlag selbstverständlich debattiert, erweitert und verbessert werden könne. Annette meint, dass gerade Pensionisten Grund zur Solidarität mit Palmeros in Not hätten: „Für uns ist das Leben auf La Palma um einiges günstiger als in unseren Heimatländern, viele von uns genießen Vorteile wie zum Beispiel kostenloses Busfahren oder nur zehn Prozent des Preises für Medikamente zu bezahlen – und dabei entrichten wir unsere Steuern in unseren Herkunftsländern und nicht hier.“

Gleichzeitig, so die engagierte Dänin, „gibt es auf La Palma Menschen, die ihre Miete nicht bezahlen können, ihren Kindern keine gute Bildung ermöglichen können, weil ihnen Geld für die nötigen Materialien und Kleidung fehlt – oder schlimmer noch, weil sie nichts zu essen haben.“ Annette weiß zwar, dass ihre Idee allein die schlimme Situation nicht aus der Welt schaffen kann, glaubt aber, dass „wir zusammen Vieles verbessern können, wenn viele helfen wollen!“ Wer mitmachen will, setzt sich mit Anette unter folgender E-Mail-Adresse in Verbindung: Annette@lapalma.dk. La Palma 24 bleibt dran und wird über den Fortgang der Hilfsaktion berichten.

 

Hlfe für interessierte Jugendliche aus Deutschland: auch für La Palma. Foto: Bundesagentur für Arbeit

Handarbeit hat goldenen Boden. Um die hohe Jugendarbeitslosigkeit auf den „Inseln des ewigen Frühlings“ zu bekämpfen, haben die Kanarenregierung und die Deutsche Arbeitsagentur jetzt ein neues Projekt gestartet. Das bietet 35 Jugendlichen des Archipels die Chance, in Deutschland eine Ausbildung zur „Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk mit Schwerpunkt Bäckerei“ zu ergattern. Zuerst einmal müssen die jungen Leute jedoch Engagement zeigen und einen zweimonatigen Deutschkurs bestehen. 35 Auserwählte dürfen dann nach Deutschland, wo sie vorm Start der Ausbildung noch einen Deutsch-Intensivkurs erhalten. Das Projekt unter dem Motto „The Job of my life“ ist ein Sonderprogramm des Bundes zur Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften in Europa.

 

Puerto Naos wieder mit Meerblick: Als Sturm und Regen kamen, kam der schwarze Zaun weg. Foto: La Palma 24

Freier Blick auf den Atlantik. Die gute Nachricht aus Puerto Naos: Der schwarze Zaun, der die Baustelle an der Strandpromenade seit Ende September 2012 und damit die Aussicht aufs Meer verhüllte, ist weg. Allerdings wurde er nicht abgenommen, weil die Bauarbeiten fertig sind – die dauern nach Angaben der Inselregierung noch bis Mai. Wahrscheinlich ist vielmehr, dass der Sichtschutz vorm Unwetter am vergangenen Wochenende abgenommen wurde, damit ihn der Sturm nicht wegfetzt. Doch wie auch immer: Die Gäste in den Bars und Restaurants entlang der Avenida Maritima freut´s, wobei man den Meerblick inzwischen auch aus der neuen „Beach Bar“ genießen kann. Trotz stylischer Umgestaltung bietet der ehemalige „Spielsalon“ aber weiterhin die Möglichkeit, ins Internet zu gelangen.

 

Schlaglöcher ade? Die Straßen auf La Palma sind zum Teil in einem mehr als schlechten Zustand. Insbesondere die Hauptverkehrsader vom Osten in den Westen der Insel wimmelt von Spurrillen und Schlaglöchern. Der Inselregierung ist der Missstand durchaus bewusst, allein es fehlt am Geld für Reparaturen. Aus diesem Grund haben die Räte La Palmas die Kanarenregierung jetzt aufgefordert, 1,5 Millionen Euro für Instandsetzungsarbeiten an insgesamt 14 Schwachstellen nach La Palma zu überweisen.

 

Einer der schönsten Plätze La Palmas: Aussichtspunkt “El Time”. Foto: La Palma 24

Drehwürmer unterwegs. Noch bis zum 24. März kann es passieren, dass man an den schönsten Plätzen La Palmas Filmteams bei der Arbeit sieht. Grund: Die „Drehwürmer“ sind nach Angaben der Kanarenregierung derzeit an rund 70 verschiedenen Orten auf allen Inseln in Sachen Werbefilm unterwegs. Die bunten Streifen will man dann so aufbereiten, dass sie im kommenden Jahr für alle Events und Medien auf nationaler und internationaler Ebene eingesetzt werden können.

 

 

 

Sturmtaucher brüten: Sandtransport muss warten. Foto: Wikipedia

 

Vögel sorgen für Sandblockade. Der Bau des neuen Strandes vor La Palmas Hauptstadt Santa Cruz geht zwar voran – der 270 Meter lange Schutzwall im Norden und der 150 Meter lange Schutzwall im Süden sind fast fertig. Dennoch heißt es hier im kommenden Sommer noch lange nicht „Vamos a la playa“. Grund: Ein für einen Strand entscheidender Faktor fehlt – der Sand! Und der kann laut Bürgermeister Sergio Mato frühestens im März oder April 2014 angekarrt werden. Grund: Der Sand wird von der „Playa Nogales“ in der Nachbargemeinde Puntallana geholt – und dort nistet eine zu schützende Vogelart. Diese Sturmtaucher fangen derzeit an zu brüten und bis alle Jungen geschlüpft sind, wird es Winter werden. Laut Bürgermeister Sergio Mato wirbelt die Sandaktion jede Menge Staub auf, denn es werden rund 720.000 Kubikmeter benötigt. Und weil das die Kinderstube der Sturmtaucher ordentlich einnebeln würde, verzichtet man jetzt darauf. Erst wenn die kleinen Piepmätze flügge sind und im November, Dezember mit ihren Eltern in den Südatlantik abflattern, kann Santa Cruz sandeln gehen. Fazit: Der Hauptstadtstrand wird erst im Sommer 2014 eröffnet. Übrigens empfing die Stadt Santa Cruz kürzlich die beiden Windsurf-Weltmeister-Schwestern Daida und Iballa Ruano Moreno aus Gran Canaria. Grund: Die Expertinnen sollten den geplanten Strand im Blick auf Windsport-Arten beurteilen. Dürfte wohl kein Problem sein, denn im Osten La Palmas wedelt es stets ordentlich.

 

Weinzähne unterwegs im Süden. Eine schöne Idee kommt aus Fuencaliente: Jeden Montag, Donnerstag und Samstag kann man ab sofort bei der „Ruta de Vino“ nette Leute und die Weinbautraditionen im Süden La Palmas kennenlernen. Die Weinwanderer treffen sich ganz unbürokratisch um 11 Uhr im Tourismusbüro an der Bushaltestelle in Fuencaliente und kaufen für 10 Euro ein Teilnahme-Ticket. Dafür gibt es einen von einem erfahrenen Winzer geführten, rund 90minütigen Spaziergang durch die rebenbewachsenen Vulkanhänge sowie ein Glas Wein und ein Tapa im Bodega-Restaurant „La Casa del Volcán“. Achtung: Die Weinwanderung findet im Juni 2013 nicht statt! Weitere Infos auf www.rutavinosfuencaliente.com. Apropos Südweine: Die Kellerei Teneguía hat ihre Website neu gestaltet – leider nur auf Spanisch, aber mit Online-Shop: www.bodegasteneguia.com

 

 

Schöne Souvenir-Idee: Sammel-Tassen mit Kunstmotiven. Foto: Cabildo de La Palma

Alle Tassen im Schrank…. haben das Benahoariten-Museum in Los Llanos und das Museo Insular sowie das Casa Salazar in Santa Cruz. Neben den Ausstellungen offerieren diese Einrichtungen jetzt ein Sortiment von Kunst-Tassen. Die schönen Souvenirs sind unter anderem bedruckt mit Motiven von pflanzlichen Fossilien, Petroglyphen der Ureinwohner, Motiven vom Karnevals-Highlight La Palmas „Día de Los Indianos” oder dem Maler Bruno Brandt.

 

Idee und Federführung: Alberto de Paz. Foto: Redaktion

Kultureller Frühing in El Paso. Unter dem Motto „Stadt der Künste und Freizeit“ startet El Paso vom 21. März bis zum 23. Juni 2013 ein inselweites Pilotprojekt. Bürgermeisterin Maria Dolores Padilla kündigte jetzt an, dass dabei Jazzkonzerte, traditionelle Musik, Theatervorstellungen und auf La Palma gedrehte Spielfilme die Gemeinde in ein „kulturelles Epizentrum“ verwandeln sollen. Ideengeber und Federführer der Aktion ist der in El Paso geborene Liedermacher Alberto de Paz, der das Ganze als „Projekt Semilla“ sieht: „Ein Samen erscheint uns im Blick auf seine Winzigkeit unwichtig, dennoch können daraus bei richtiger Pflege tiefe Wurzeln und ein gigantischer Baum erwachsen.“ In diesem Sinne arbeiten laut Gemeindechefin Padilla Künstler gemeinsam mit der Geschäftswelt daran, El Paso zu seiner langen Tradition als Kunstgemeinde zurückzuführen.

 

Ja, wo laufen sie denn? Demnächst darf in El Paso wieder gerannt werden – beim 3. Reventon-Trail am 6. April 2013. Mindestens 18 Jahre alte Läufer, die den 28 Kilometer langen Parcours packen, können sich ab sofort unter www.reventontrailelpaso.com einschreiben. Leute die zuschauen wollen, machen sich jetzt schon einen Knoten ins Taschentuch: Der Startschuss fällt um 8 Uhr morgens.

 

Casa Salazar in Santa Cruz: Astro-Foto-Ausstellung. Foto: Cabildo de La Palma

Da guggsch Du. Wen Bilder aus dem Weltraum faszinieren, der ist bei der Ausstellung der Gewinner des kürzlich von der Inselregierung La Palmas ausgelobtem Astrofotografie-Wettbewerbs richtig. Noch bis zum 18. März können die Schnappschüsse von 24 Fotografen aus Europa, den USA und Australien im Casa Salazar in Santa Cruz bestaunt werden. Darunter ist natürlich auch das Siegerfoto von Frank Sackenheim aus Deutschland.

Im Benahoariten-Museum in Los Llanos gibt´s was für Mode-Interessierte. „Mucho más que un tamarco“ – „Viel mehr als ein Fellumhang“ – heißt eine Ausstellung im MAB, die noch bis zum 30. April die Klamotten zeigt, in die sich die Ureinwohner der Kanaren hüllten. Auch Accessoires wie Amulette und Schmuck sind zu sehen.

 

Frische Früchtchen für die Insel? Nein, die Drachenfrucht fällt nicht vom Drachenbaum – sonst wäre sie auf La Palma schon lange zu haben. Die Hylocereus- und Selenicereus-Arten stammen vielmehr aus Mittelamerika und werden heute in Nicaragua, China und Israel angebaut. Das will nun auch die Landwirtschaftsvereinigung Cooperativa Cupalma tun – derzeit laufen Gespräche über die Kultivierung der roten und weißen „Pitaya“-Früchtchen mit dem hohen Gehalt an Vitamin B, C und E auf La Palma.

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