Rose Marie Dähncke enthüllt ihr geheimes Pilzrezept

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Rose Marie Dähncke und ihr “Meisterstück” zum Nachkochen

 

Würziger vegetarischer Belag fürs Butterbrot

Rose Marie Dähnckes Feder glüht wieder einmal: Derzeit schreibt die große Dame der Pilze an ihrem neuen Buch „Palmerische Pilzküche“. Sie verspricht, dass es „ein ganz besonderes“ Werk wird, denn darin will sie selbst kreierte Rezepte speziell für Setas von der Isla Bonita veröffentlichen. Eines davon verrät sie schon vorab den Lesern des La Palma 24-Journals: Es handelt sich um sogenannte „Schwedenhappen“, die die Autorin selbst ihr „Meisterstück“ nennt. Eine Leckerei, die man selbstverständlilch auch außerhalb der Pilzsaison zubereiten kann, denn diese Tapas schmecken laut der Erfinderin ebenfalls, wenn sie aus Champignons oder Austernpilzen bestehen, die es das ganze Jahr über im Supermarkt gibt. Das Wort hat nun Rose Marie Dähncke:

 

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Speisepilze von La Palma oder von anderswo: Man kann für das Schwedenhappen-Rezept prinzipiell jede Sorte Pilze verwenden, die es im Supermarkt gibt. Fotos: Rose Marie Dähncke

Ich bin sehr praktisch veranlagt und werde nun auch Ihnen helfen, bei wenig Aufwand die besten Ergebnisse mit ein paar Pilzen zu erzielen. Es gibt keine vorgeschriebenen Pilzmengen, denn man weiß ja nie, wie viel man finden wird. Und ich weiß auch nicht, wie viele Personen Sie sind, also gehen wir die Sache ganz cool an und machen schon aus einer Handvoll Pilze ein köstliches Essen.

Als ich noch in Lübeck wohnte, kaufte ich mir des öfteren „Schwedenhappen“ – eine Fischspezialität. Die waren so was von gut, dass mir schon beim Gedanken daran das Wasser im Munde zusammenlief. In den Schwarzwald umgesiedelt, fand ich sie dort nirgends und dachte mir, was die mit Heringen können, das kann ich auch mit Pilzen und kreierte ein sagenhaftes Rezept. Dass es die Leute begeistert, sehe ich schon daran, dass jeder um das Rezept bittet. Hier ist es:

Auf ein Kilo Pilze 500 g Zucker in eine größere Schüssel geben. Das ist kein Irrtum, anders wird es kein Meisterstück. Nun geben Sie folgendes dazu: Zwiebelringe, einen Teelöffel Salz, ein bis zwei Lorbeerblätter, ein paar Pfefferkörner, drei Esslöffel Senfkörner und – auch das ist kein Irrtum – zwei Esslöffel Nelkenpfeffer – das sind gemahlene Pimentkörner, notfalls gehen auch gemahlene Nelken.

Die in grobe Stücke geschnittenen Pilze – die jungen lässt man ganz – in reichlich Wasser einmal aufkochen, dann in viel kaltem Wasser waschen, damit sie später nicht schleimig werden. Die Pilze dann in reinem Essig durchkochen und darin auskühlen lassen, dann abgießen.

Nun müssen Sie alles gut miteinander vermischen, in einen entsprechenden Glasbehälter füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Nach ein paar Tagen hat sich ein Würzsud gebildet, der die Pilze bedecken sollte – wenn er das nicht tut, ein bisschen Essig nachfüllen.

Jetzt sind die Pilze fertig, und Sie sollten gleich einen auf einem kleinen Butterbrot probieren. Übrigens: Die Pilze halten sich wochen- und monatelang, und wenn alle verzehrt sind, ist der übrige Aromasud eine hervorragende Würze für Rotkohl.

Rose Marie Dähncke serviert ihre Schwedenhappen bei einem Treffen mit Pilzfreunden: Dass sie munden ist der Dame mit Hut unschwer anzusehen.

Rose Marie Dähncke serviert ihre Schwedenhappen bei einem Treffen mit Pilzfreunden: Dass sie munden, ist der Dame mit Hut anzusehen.

Ich wünsche guten Appetit!

Rose Marie Dähncke

 

Im La Palma 24-Journal haben wir schon öfter über die Arbeit der Großen Dame der Pilze berichtet – hier geht es zur Übersicht der einzelnen Beiträge.

 

 

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