
Foto: Dieter Weiskircher
Weiße Salzberge, farbige Becken, Atlantik und Vulkanlandschaft prägen das Bild der Salinen von Fuencaliente. Bis heute wird hier Meersalz auf traditionelle Weise gewonnen.

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1967 begann Fernando Hernández gemeinsam mit dem Salinenmeister Luis Rodríguez mit dem Aufbau der Anlage. Die erste Salzproduktion startete 1971. Heute führt bereits die dritte Generation der Familie den Betrieb weiter. Jährlich entstehen rund 500 bis 600 Tonnen Meersalz und Flor de Sal. Auf La Palma sind die Salinen von Fuencaliente die einzige Anlage dieser Art.
Sonne und Wind übernehmen einen großen Teil der Arbeit
Am grundsätzlichen Verfahren hat sich wenig geändert. Meerwasser gelangt in verschiedene Becken und wird von dort schrittweise weitergeleitet. Sonne und Wind lassen das Wasser verdunsten, während die Salzkonzentration immer weiter steigt. Schließlich bilden sich Kristalle, die von Hand geerntet werden.
Die Lage an der Punta de Fuencaliente bietet dafür günstige Voraussetzungen: wenig Niederschlag, viele Sonnenstunden und ausreichend Wind.
Neben klassischem Meersalz und Flor de Sal gehören auch aromatisierte Salzvarianten zum Angebot, unter anderem mit Mojo, Wein, rosa Pfeffer, Schokolade oder schwarzer Olive.

Foto: Dieter Weiskircher
Zwei Vulkanausbrüche hinterließen ihre Spuren
Die Geschichte der Salinen ist eng mit der vulkanischen Geschichte La Palmas verbunden. Bereits im Jahr der ersten Produktion brach 1971 der Teneguía aus. Vulkanasche führte dazu, dass die Salzgewinnung 1972 vorübergehend eingestellt werden musste.
50 Jahre später wiederholte sich die Geschichte. Während des Tajogaite-Ausbruchs 2021 fiel erneut Asche auf die Salinen. Die Anlage befand sich damals mitten in der Salzernte, ein erheblicher Teil der Produktion ging verloren.

Foto: Dieter Weiskircher
Produktionsstätte und geschützter Lebensraum
Über die Jahrzehnte entstand rund um die Salzgewinnung zugleich ein besonderer Lebensraum. Die Salinen gehören heute zum geschützten „Sitio de Interés Científico de Las Salinas de Fuencaliente“. Die Wasserflächen dienen verschiedenen Zug- und Watvögeln als Rast- und Nahrungsplatz.

Für Besucher lässt sich der Weg des Salzes durch die unterschiedlichen Becken gut nachvollziehen. Direkt an den Salinen befindet sich zudem das Restaurant „El Jardín de la Sal“, in dessen Küche neben dem hier gewonnenen Meersalz und Flor de Sal auch ausgewählte Spezialitäten der Insel ihren Platz finden.

Foto: Gerda Arendt / Wikimedia Commons (CC0)
Fast sechs Jahrzehnte nach dem Bau der ersten Becken erfüllen die Salinen damit noch immer ihren ursprünglichen Zweck: Hier wird aus Atlantikwasser Salz gewonnen – mit Sonne, Wind und viel Handarbeit.
Von La Palma 24















